Diskeeper 12 optimiert das Speichern

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Zu Fragmentierungen beim Abspeichern soll es bei Anwendung von Diskeeper gar nicht mehr kommen. Das Produkt soll die Leistung von Windows-Anwendungen und Speichersystemen verbessern.

Version 12 des Programms Diskeeper unterstützt Storage Area Networks, verkürzt laut Hersteller die Boot-Zeiten und soll die Lebensdauer von SSDs erhöhen. Das Programm, Wikipedia zufolge eine Vollversion des mit Windows mitgelieferten Defrag-Tools, ist seit mehreren Jahren umstritten: Kritiker hatten dem Hersteller vorgeworfen, Nutzer auszuspähen. Ihm wurde Nähe zur Scientology-Sekte vorgeworfen. Das Bundesamt für Sicherheit sah es jedoch nicht als erforderlich an, den Quellcode zu überprüfen.

Die ehemalige Diskeeper Corporation und jetzige Condusiv Technologies stellt nun die Version Diskeeper 12 “zur Leistungsoptimierung von Windows-Anwendungen und Speichereinheiten” vor.

Unabhängig vom politischen und religiösen Hintergrund preist der Hersteller aus Burbank in Kalifornien die Funktionen der drei neuen Versionen an. Die Server Edition sei auf die Performance-Optimierung von Windows-Servern ausgerichtet, die Professional Edition komme mit Features zur Optimierung der Speicherung aus Applikationen in Desktops und Notebooks und die Administrator Edition erlaube das zentrale Steuern der Speicher-Aktivitäten im gesamten Netzwerk:; darin seien Monitoring, Software-Aktualisierung, E-Mail-Reports und Konfiguration enthalten.

Diskeeper schaltet sich quasi zwischen Anwendungen und Speicher, um Fragmentierungen von Speicherblöcken von Beginn an zu vermeiden. Durch Nutzung dynamischer virtueller Festplatten sollen Kapazitäten optimal verteilt und genutzt werden. Diskeeper nennt seine Technik “Intelliwrite”.

Version 12 soll mit einer vereinfachten Benutzerführung kommen, die Aktivitäten externer Ressourcen automatisch erkennen und verteilen (um etwa Storage Area Networks nicht durch Speicheraufträge einseitig zu belasten) sowie reservierten Speicher wieder zurückreklamieren können.

Auch die Erfassung der Nutzer-Aktivitäten, die Datenschützer eher als bedenklich ansehen könnten, verkauft das Unternehmen als Vorteil der Software: Das erneuerte System-Monitoring sammle Informationen zu Aktivitäten der Systemumgebung und biete Reports zur  Nutzung der I/O-Kanäle, zum Festplattenstatus und zur Effektivität von Diskeeper. Das ist praktisch für System-Administratoren, die die Speicherung von Daten überwachen wollen – doch in Deutschland nur mit der passenden Betriebsvereinbarung durchsetzbar.

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