Gute Nacht, Microsoft? Rote Zahlen der Internet-Dienste trüben Ergebnis ein

FinanzmarktSoftwareUnternehmen

Bei der Quartalsmeldung des Software-Riesen kommt es heraus: Am Rückgang des Überschusses um zwei Prozent sind noch immer die Investitionen in Online-Dienste schuld. Die Internet-Verluste aber haben sich aber wesentlich verringert. Das Geschäft mit der traditionellen Business Software bringt noch immer das meiste Geld ein.

Microsofts drittes Fiskalquartal 2012 holte 6 Prozent mehr Umsatz (17,41 Milliarden Dollar) herein als das vergleichbare Vorjahresquartal, der Gewinn aber sank um 2 Prozent auf 5,11 Milliarden Dollar.

Das größte Plus erzielte die Server-and-Tools-Sparte mit 14 Prozent mehr und damit 4,57 Milliarden Dollar Umsatz. Die Business Division, zu der auch die Office-Anwendungen gehören, steuerte 5,81 Milliarden Dollar bei, 9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Windows-Sparte setzte 4,62 Milliarden Dollar um (plus 4 Prozent). Microsoft zufolge stellen Unternehmen weiterhin auf Windows 7 um.

Mit dem Bereich Online-Dienste aber hat Microsoft weniger Glück: er schrieb erneut rote Zahlen. Allerdings ist es dem Softwarekonzern gelungen, die Verluste zu verringern. Im dritten Fiskalquartal führte ein Umsatz von 707 Millionen Dollar zu einem Fehlbetrag von 479 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal fiel das Minus mit 776 Millionen Dollar deutlich höher aus.

Darüber hinaus belastet das Ergebnis der Entertainment and Devices Division die Bilanz. Ihr Umsatz ging um 16 Prozent auf 1,61 Milliarden Dollar zurück. Redmond begründet dies mit einer geringen Nachfrage nach Spielekonsolen. Folge ist ein operativer Verlust von 229 Millionen Dollar.

“Während wir starke finanzielle Ergebnisse abliefern, freuen wir uns auf aufregende neue Produkte aus dem gesamten Unternehmen”, wird Microsoft-CEO Steve Ballmer in einer Pressemeldung zitiert. “Mit der bevorstehenden Veröffentlichung von neuen Windows-8-PCs und -Tablets, der nächsten Office-Version und einer Vielzahl von Produkten und Diensten für Enterprise und Verbraucher werden wir all unseren Kunden im vor uns liegenden Jahr einen außergewöhnlichen Mehrwert bieten.”

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Windows? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen