Trotz Speicher-Preisverfall: Chiphersteller wetteifern um RAM-Fabrik

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Viele große Speicherchip-Hersteller gibt es nicht mehr nach dem heftigen Preis-Sturzflug der vergangenen Jahre – von dem vor allem PC-Käufer profitierten. Doch offenbar machen sich die wenigen verbliebenen Unternehmen bereit für eine neue Marktblüte.

Frühlingsgefühle im Speichermarkt? Gerüchten zufolge startet plötzlich ein Bieterwettbewerb um eine Chip-Fabrik.

Die aus AMD ausgelagerte und mit Geld aus den arabischen Emiraten ausgestattete Chipschmiede Globalfoundries meldete bereits ihre Absicht, den taiwanischen Hersteller ProMOS kaufen zu wollen. Weil niemand glaubte, dass jemand den aus japanischen Elpida-Anstrengungen finanzierten Chip-Produzenten noch haben will (nachdem der japanische Speicherriese Bankrott angemeldet hatte), wurde die Absicht gleich als “Kauf” gemeldet wir berichteten).

Nun steigt die taiwanische TSMC in das Rennen um ProMOS ein, kolportiert das taiwanische Branchenmedium Digitimes. Während Globalfoundries noch 20 Milliarden Taiwan-Dollar bot (derzeit 677 Millionen Euro), legt TSMC noch einmal 5 Milliarden Taiwan-Dollar drauf (130 Millionen Euro), um die gut ausgebaute Manufaktur übernehmen zu können.

TSMC stellt zahlreiche Chips für Intel und andere Anbieter her und ist noch immer Weltmarktführer – trotz der hohen Konkurrenz durch Samsungs Eigenproduktion in Südkorea. Ob der Bieterwettbewerb sich letztendlich auf die Speicher- und damit Computerpreise auswirken wird, ist noch nicht klar.

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