Microsoft verlangt für seine API für die Bing-Suche künftig Geld

Entwicklern steht die Bing-Such-API in Zukunft über Microsofts Cloud-Plattform Azure zur Verfügung. Die Programmierschnittstelle wird dann allerdings nicht mehr wie bisher kostenlos zu nutzen sein. Die Umstellung soll in den nächsten Wochen beginnen und nach einigen Monaten abgeschlossen sein.

von Bernd Kling 0


Die API steht über den Windows Azure Marketplace, Microsofts “Shop für Premiumdaten und -anwendungen” bereit. Genaue Preise sind noch nicht bekannt. Ein Blogeintrag gibt aber schon einen ersten Anhaltspunkt: “Entwickler dürfen Abonnementpreise erwarten, die bei ungefähr 40 Dollar monatlich für bis zu jeweils 20.000 Suchanfragen beginnen.”

Mit der Umstellung auf einen kostenpflichtigen Dienst verspricht Microsoft aktuellere und relevantere Ergebnisse, die sich besser kommerziell nutzen lassen. Die in Aussicht gestellten Preise sind relativ günstig im Vergleich zum Mitbewerb. Google berechnet für die Nutzung seiner Such-API 5 Dollar je 1000 Anfragen.

Während einer Übergangsfrist wird die API für die Bing-Suche im Windows Azure Marketplace noch kostenlos zu nutzen sein. Nach abgeschlossener Umstellung steht die bisherige Bing-Such-API nicht mehr zur Verfügung, sondern nur noch die über Azure angebotene. Anwendungen, die auf die bisherige Programmierschnittstelle zugriffen, müssen an die neue API angepasst werden.

Erst gestern hat Amazon Web Services seinen Suchdienst CloudSearch vorgestellt. Auch Amazons Cloud-Plattform stellt eine Suche bereit, die Kunden in ihre Anwendungen integrieren können. Die von Amazon dafür berechneten Preise sind von der Datenmenge und der Anzahl laufender Suchinstanzen abhängig.


[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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