Convar bringt handgefertigten PC für den Chef-Schreibtisch

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Apple hat es bewiesen: Design ist bei Computern für viele Käufer inzwischen mindestens ebenso wichtig wie die technische Ausstattung. Die Firma Convar aus der Pfalz setzt da jetzt noch eins drauf: Ihr Design-PC ByteBench sieht überhaupt nicht mehr wie ein PC aus, besteht aus exotischen Materialien und lockt mit feinen technischen Details. Aber die Exklusivität hat ihren Preis.

Der Design-PC ByteBench von Convar hebt sich vor allem durch sein außergewöhnliches Äußeres und die verwendeten Materialien von der Konkurrenz ab. Technologisch interessant ist, dass er ohne Lüfter auskommt und Besitzer mit der “OneClickSwap”-Funktion komfortabel zwischen physisch voneinander getrennten Betriebssystemen wechseln können.

Mit seinem Modell ByteBench bietet Convar einen ungewöhnlichen Design-PC an. Er wird im Firmensitz im pfälzischen Pirmasens nach Kundenwunsch gefertigt – nicht in der Fabrik, sondern in der “hauseigenen Manufaktur”, wie es in der Pressmitteilung heißt. Das weckt hohe Erwartungen.

Das Gehäuse des ByteBench besteht aus zwei Millimeter starkem, recyceltem Stahl, sowie Holz, Stoff oder Leder. Damit verbunden ist die mit einem Design Award ausgezeichnete Festplatte ByteSpotter: Über deren Sichtfenster lassen sich die internen Abläufe der Festplatte verfolgen.

Bei der Konfiguration des ByteBench kommt man sich eher wie beim Raumausstatter als beim PC-Hersteller vor: Natürlich können wie zum Beispiel von Dell bekannt Speicherkapazität, Größe des Arbeitsspeichers, Laufwerke und Betriebssystemen ausgewählt werden. Aber während diese Punkte in kleinen Menüfenstern abgehandelt werden, konzentriert sich der Produktkonfigurator auf die für das Aussehen wirklich wichtigen Dinge: Etwa auf die Auswahl der Hölzer für die Zierleisten und die Seitenblenden.

Bei all dem schicken Design gehen zwei technisch recht interessante Features fast unter. Erstens kann über die “OneClick-Swap”-Funktion mit mehreren physisch getrennten Betriebssystemen gearbeitet werden: Anwender tauschen dazu einfach die auf der Vorderseite des Rechners aufgesteckte ByteSpotter-Festplatte inklusive installiertem Betriebssystem und allen enthaltenen Daten aus. Zweitens kommt der ByteBench ohne Lüfter aus: Die entstehende Wärme wird über das Stahlgehäuse abgeleitet. Das Gehäuse wird dabei nach Auskunft eines Firmensprechers nie mehr als handwarm.

Das liegt zum einen an der Bauweise, zum anderen aber am Prozessor: Verbaut wird eine Intel-Dual-Core-CPU Atom D525 mit 1,8 GHz. Damit lässt sich ordentlich arbeiten, für anspruchsvolle Spieleenthusiasten ist das allerdings nichts. Zur weiteren technischen Ausstattung gehören das auf einer Hitachi- SATA-Festplatte mit 7200 U/min basierende ByteSpotter-Laufwerk mit 1 oder 2 Terabyte, eine Nvidia-Ion-GPU sowie ein optisches Laufwerk. Als Schnittstellen stehen auf der Rückseite je zweimal USB 2.0 und USB 3.0, sowie je ein Anschluss für eSata, Gigabit-Ethernet, Digital S/PDIF, HDMI und DVI zur Verfügung. Und natürlich kann der ByteBench per WLAN (802.11 n/g/b) ans Netzwerk angebunden werden.

So viel Exklusivität hat ihren Preis: Der ByteBench-PC kann ab 2250 Euro individuell konfiguriert und bestellt werden. Als Betriebssystem stehen derzeit Ubuntu 10.04 und Windows 7 zur Verfügung. Als Arbeitsspeicher können Kunden 2 oder 4 GByte auswählen, als optisches Laufwerk ein simples DVD-Drive, Blu-Ray-DVD oder einen DVD-Multi-Brenner. Da es sich jeweils um Einzelstücke handelt, beträgt die Lieferzeit laut Hersteller bis zu vier Wochen.

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