Vorgestellt: erste Vorabversion von Firefox für Windows 8

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Mozilla-Logo

Sie basiert auf dem XUL-Code von Firefox für Android. Die Oberfläche des Browsers will Mozilla noch überarbeiten. Ohne eine Metro-Version befürchtet das Unternehmen, den Status als Standardbrowser und damit auch Marktanteile zu verlieren.

Mozilla hat einen ersten funktionsfähigen Prototyp seines Browsers Firefox für die sogenannte Metro-Oberfläche von Windows 8 vorgestellt. Laut Programmierer Brian Bondy basiert er auf der Firefox-Version für Android und bietet derzeit noch dessen Look and Feel. Es sei aber schon möglich, im Internet zu surfen, Tabs zu öffnen, Lesezeichen anzulegen und Einstellungen vorzunehmen.

“Es gibt noch einige offene Design-Fragen”, schreibt Bondy in einem Blogeintrag. Auch die Plattformintegration stehe noch am Anfang. Die Oberfläche der Vorabversion werde sich noch ändern und man habe sich noch nicht mit Rückmeldungen der Nutzer befasst.

In dem Blogeintrag beschreibt Bondy auch, warum Mozilla an einer Metro-Version seines Browsers arbeitet. “Wenn ein Browser Metro nicht unterstützt, dann ist das Risiko sehr hoch, den Status des Standardbrowsers und damit auch Marktanteile zu verlieren.” Werde ein Browser ohne Metro-Support als Standard gewählt, verliere der Nutzer zudem den Browser für die Metro-Oberfläche.

Derzeit kommt Firefox laut Zahlen von Net Applications bei Desktop-Browsern
auf einen Marktanteil von 20,6 Prozent, Chrome auf 18,6 Prozent und Safari auf 5,1 Prozent. Microsofts Internet Explorer erreichte im März 53,8 Prozent. Bei mobilen Browsern liegt dagegen Apples Safari mit 60,5 Prozent an der Spitze.

Microsoft hat bei der Entwicklung seines Metro-Browsers einen Vorsprung von rund sechs Monaten. Außer Mozilla will auch Google eine Browserversion für die neue Oberfläche von Windows 8 zur Verfügung stellen. Firefox für Metro soll noch 2012 erscheinen.

Die Metro-Version von Firefox hatte Mozilla Mitte Februar angekündigt. “Der Prototyp basiert in seiner jetzigen Form auf dem Fennec-XUL-Code”, so Bondy weiter. “Wir haben Fennec XUL für Android verwendet, sind aber dann zu einem nativen Userinterface für Android gewechselt, um den Start der Anwendung zu beschleunigen.” Dieselben Probleme wie unter Android seien aber nicht unter Windows aufgetreten, nicht einmal in virtuellen Maschinen.

Der Prototyp unterstützt unter anderem auch die sogenannten Windows 8 Contracts, die eine Interaktion und einen Austausch von Daten zwischen Metro-Anwendungen erlauben. Beispiele sind Bondy zufolge der Contract für die Windows-8-Suche, der es der Metro-Version von Firefox ermöglicht, Anfragen zu verarbeiten, die in das Suchfeld des Betriebssystems eingegeben werden. Durch die Integration des Share Contract lassen sich in Firefox für Metro geöffnete Seiten mit anderen Apps wie Mail oder einem Twitter- oder Facebook-Client teilen.

[mit Material von Ed Bott, ZDNet.com]

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