Ehemaliger Acer-CEO ist nun Europachef bei Lenovo

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Gianfranco Lanci strebt mit Lenovo langfristig einen Platz unter den Top-3-Anbietern in Europa an. Dazu will er bei Lenovo das tun, was er am besten kann: Im Consumer-Geschäft erfolgreich sein. Dafür hatte sich Lenovo im August vergangenen Jahres bereits Medion gekauft.

Lenovo hat Gianfranco Lanci, den ehemaligen Präsidenten und CEO von Acer, mit sofortiger Wirkung die Leitung seiner Geschäfte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) übertragen. Lanci steht dem chinesischen Computerhersteller bereits seit September vergangenen Jahres als Berater zur Seite.

Seinem neuen Arbeitgeber will Lanci zu “10 Prozent Marktanteil in den zehn wichtigsten Ländern in der EMEA-Region” verhelfen. Langfristiges Ziel sei ein Aufstieg in die Top-3-Anbieter in der Region. “Im vergangenen Jahr waren einige Akteure des PC-Markts von Turbulenzen und Unsicherheiten betroffen. Wir haben das bestehende Geschäft mit der Think-Produktreihe abgesichert sowie weiter ausgebaut, um gleichzeitig in neue Märkte wie das Consumer-Segment vorzustoßen”, so Lanci in einer Pressemitteilung zitiert.

Vor seiner Zeit bei Acer war Lanci 17 Jahr bei Texas Instruments. 1997 kam er im Rahmen der Akquisition von TIs Notebook-Geschäft zu Acer. 2005 wurde er zum Präsidenten von Acer und 2008 zum CEO ernannt. Den Chefsessel bei Acer hatte Lanci vor rund einem Jahr aufgegeben. Offizieller Grund war ein Streit über die Tablet-Strategie des Unternehmens, die er für nicht aggressiv genug hielt. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens hatte Acer mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Für zu hohe Lagerbestände musste das Unternehmen 150 Millionen Dollar abschreiben.

IDC zufolge hat Acer im vierten Quartal 2011 24,4 Prozent weniger PCs verkauft als im Vorjahreszeitraum. Marktführer bleibt Hewlett-Packard, Acer nimmt trotz fortlaufenden Marktverlusten den zweiten Platz ein, Dell hat sich den dritten Platz zurückerobert. Asus behauptet dank zweistelligen Wachstum Rang vier. Auf Platz fünf liegt derzeit Lenovo, im Konsumentenmarkt gestärkt durch den Zukauf von Medion und im professionellen Bereich weiterhin stabil. Danach folgen Toshiba, Apple und Fujitsu.

[mit Material von Jack Schofield, ZDNet.co.uk]