Telekom-Ausstatter Ericsson steigt stärker bei LG ein

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Der schwedische Telekomkonzern übernimmt 75 Prozent des südkoreanischen Joint-Ventures LG-Ericsson – und damit das Sagen bei der gemeinsamen Netzwerk- und Telekom-Ausrüstungsfirma.

Seit der schwedische Netzwerkausrüster aus dem Joint Venture mit Sony ausgestiegen ist, wird die dabei erzielte Milliarde zügig in andere interessante Firmenkäufe investiert. Erst verstärkte man sich durch den WiFi-Spezialisten BelAir, nun steigt LM Ericsson AB stärker in das Gemeinschaftsunternehmen mit LG ein. Wie viel das gekostet hat, verriet bislang keiner der Beteiligten.

»Mit diesem Investment sind wir glücklich. Auch damit, wie sich unsere Marktposition in Korea entwickelt hat. Deshalb haben wir unseren Anteil gerne aufgestockt«, sagt Ericsson-Sprecher Tobias Gyhlenius.

LG Electronics Inc. und die Schweden formierten sich im Sommer 2010 zu dem Joint Venture, um gemeinsam die Ausrüstungssparte von Nortel Networks in einem Bieterverfahren zu übernehmen. Das hat geklappt. Ergebnis war das in Seoul beheimatete Unternehmen LG-Ericsson. Mit 1.300 Mitarbeitern wird dort die Hardware für stationäre und mobile Netze gebaut.Außerdem bietet man auch selbst Mobilfunk- und Breitband-Dienste an. Allein 700 Ingenieure arbeiten vor Ort an der Entwicklung von Wireless-Technologie der dritten und vierten Generation.

Der Umsatz in Südkorea wird nicht extra ausgewiesen, daher schwanken die Angaben zwischen 600 Millionen und 1,3 Milliarden Dollar. Für einen 25 prozentigen Anteil am Unternehmen dürften die Schweden vermutlich um die 200 Millionen auf den Tisch geblättert haben.