Noch ein Commodore Amiga – diesmal als Mini-Linux-PC

KomponentenWorkspace

Die Optik ähnelt verdächtig einem Mac mini, doch im Inneren des Neuzeit-Amiga steckt eindeutig PC-Technik. Und zwar potente Technik, denn als Herz schlägt hier Intels Core i7-2700k mit 3,5 GHz.

Die ersten Amiga-Zombies mit Commodore-Logo tauchten schon im April 2010 auf. Dahinter steckte eine britische Firma namens A-EON. Design und Technik sorgten aber nicht gerade für eine große Welle im Markt.

Kurz davor hatte man sich auch schon am Comeback des Commodore 64 versucht – mit ähnlichem Ergebnis. Nun schicken sich die Amerikaner mit »Commodore USA« an, ein erneutes Amiga-Feuer zu entfachen.

Immerhin setzen sie dabei auf bewährtes Design im schmalen Formfaktor und auf leckere Innereien: Neben dem Core i7 finden sich beachtliche 16 GByte DDR3-RAM auf dem Mini-ITX-Board. Dazu kommt eine Nvidia GeForce GT430 mit 1 GByte Videospeicher. Beim Massenspeicher hat der Kunde die Wahl zwischen 1 TByte HDD oder einem Solid State Drive mit wahlweise 300 oder 600 GByte.

Als Betriebssystem geht ein Linux-Ableger mit dem passenden Namen Commodore OS an den Start. Neben Blu-ray-Slot-Laufwerk und WiFi-Modul überrascht der Zwerg mit einer Armada von Schnittstellen, darunter Dual-DVI, HDMI, Display-Port und je vier Ports für USB 3.0 und USB 2.0.

So viel Ausstattung addiert sich am Ende auf den stolzen Marktpreis von 2.495 Dollar. Wer seinen PC ohnehin lieber selber strickt, kann auch einen Amiga-Barebone für 345 Dollar ordern.