HP: Erneuter Umbau in der Konzernstruktur

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Der Technologiegigant kommt einfach nicht zur Ruhe. Nun sollen PC- und Drucker-Sparte zusammen gelegt werden. Der altgediente Printer-Chef nimmt seinen Hut.

Von den jüngsten Bewegungen an den Verwerfungslinien der Konzernstruktur berichtete gestern Abend noch das Wirtschaftsblatt Wall Street Journal. Die PC-Sparte – unter Léo Apotheker wäre sie fast verkauft worden – wird nun übermächtig und schluckt die einstmals so wichtige Printer-Sparte und zugleich auch noch die Imaging Group.

Hewlett-Packard Co. besitzt damit nur noch wenige Geschäftseinheiten. Der bisherige und langjährige Printer-Papst Vyomesh »VJ« Joshi verlässt laut WSJ gleich ganz das Unternehmen. Ein HP-Sprecher weigerte sich, die vom Wirtschaftsblatt und einigen Internet-Portalen verbreiteten Nachrichten zu kommentieren.

Seit die frühere Ebay-Chefin Meg Whitman das HP-Ruder vorigen September übernahm, ist es ihr erster größerer Umbau. Allerdings hatten schon ihre Vorgänger ordentlich an der Firmenstruktur gerüttelt. Nun ist also die »Personal Systems Group« das neue Rückgrat von HP. Vom Mobilgerät bis zum Vollformatscanner reicht die Produktpalette. Der kombinierte Umsatz erreichte allein im vorigen Quartal 8,9 Milliarden Dollar, gut die Hälfte der gesamten HP-Verkäufe.

Das kombinierte PC-, Drucker- und Imaging-Reich wird ab sofort vom Executive VP Todd Bradley verantwortet, der bislang die PC-Group führte. Er ist also der große Gewinner der Restrukturierung, berichtet All Things Digital.