Nach Protestwelle: Google bezahlt europäische Android-Programmierer

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Der US-Webkonzern hat sich heute bei der Entwicklergemeinde entschuldigt und damit begonnen, die ersten wütenden Android-Programmierer zu bedienen und ausstehende Gelder zu überweisen.

Es fing ganz harmlos mit dem Kommentar eines enttäuschten App-Anbieters auf dem Produktforum an. Trotz seiner Verkaufserfolge im Android-Market sah er einfach kein Geld von Google. In einem Strom von Antworten wurde offensichtlich, dass es vielen Programmierern aus Deutschland, Großbritannien, Schweden und Portugal ebenso erging: viel Arbeit, kein Geld!

Vor allem die Märzauszahlung war bei vielen App-Produzenten betroffen. Was die Entwickler am meisten aufregte: Keine Ankündigung durch Google, keine Begründung, nicht ein Wort der Erläuterung. Schlimmer noch: Keinerlei Kommunikationsweg. E-Mails der Betroffenen wurden nicht beantwortet, es gibt keine Beschwerdestelle für Android-Profis, niemand scheint sich zuständig zu fühlen.

Erst die kleine Protestwelle im Forum brachte den Webkonzern dazu, eine Reaktion zu zeigen: »Wir haben an dem Problem gearbeitet und die ausstehenden Zahlungen initiiert. Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten«, hieß es in der schlichten Botschaft einer Goolge-Mitarbeiterin namens Crystal. Eine Erklärung der Ursache? Fehlanzeige.
Unsere Vermutung: Die Umstellung von Android Market auf Google Play (wir berichteten) hat unerwartete Nebeneffekte gehabt.