Hardware-Fortschritt: NEC entwickelt biegbaren Akku

Green-ITInnovation

Insbesondere für den Einsatz der künftigen biegbaren Displays haben die japanischen Ingenieure einen hauchdünnen Akku entwickelt, der die Dehnbewegung mitmacht.

NEC hat offiziell die Entwicklung von superdünnen Akkuzellen angekündigt. Sie sollen nicht nur die flexiblen Screens mit Strom versorgen, sondern möglichst auch in Kredit-, Bank- und Kundenkarten eingesetzt werden. Der ORB-Akku (Organic Radical Battery) könne integraler Bestandteil von dünnen Platinen (0,3 mm Bauhöhe) werden.

Die NEC-Entwicklungsabteilung habe einige Jahre an dieser organischen Batterietechnologie gearbeitet. Erste Hinweise auf das Projekt gab es schon in 2005. Nun sei man nahe an der Marktreife. Abgesehen von Platzersparnis und der Flexibilität bringe die ORB-Technik einen weiteren wesentlichen Vorteil mit: Sie verzichtet auf die toxischen Schwermetalle, die Akkuzellen normalerweise zu problematischen Sondermüll machen.

Der aktuelle Prototyp besitzt eine Grundfläche von 3 Quadratzentimetern, sei 0,3 mm dick und liefere 3 mAh. Das sei genug, um einen Kleinbildschirm 2.000 mal anzusteuern. Der Ladezyklus des Akkus sei vergleichbar mit den gängigen Zellen in den aktuellen Mobilgeräten. Da ORB aber eine höhere Energiedichte biete und zudem grüner sei, habe die Technologie eine gute Chance, sich durchzusetzen, glaubt NEC.