ZTE realisiert optisches Netzwerk mit enormer Datenrate

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1,7 Terabit pro Sekunde über eine Netzverbindung? Dieses Kunststück führte gerade der chinesische Technologiekonzern ZTE vor. Allerdings wurde etwas getrickst: Für die Verbindung wurde acht optische Kanäle mit jeweils gut 216 Gbps gebündelt.

Das System basiert auf der WDM-Technologie (Wavelength Division Multiplexing), die üblicherweise von Netzbetreibern für ihr Backbone eingesetzt wird. Durch die Nutzung diverser Lichtlängen in nur einem optischen Glasfaserstrang werden diese enormen Datenmengen möglich.

Bei der praktischen Vorführung begnügte sich ZTE nicht etwa mit einem Testaufbau im Labor. Es wurde ein echtes Standard-Glasfaserkabel über eine Länge von 1.750 Kilometern benutzt. »Wir wollten damit beweisen, dass ein Upgrade von einem aktuellen 100 Gbps-System auf ein 200-Gbps-System unproblematisch möglich ist«, heißt es in einer Firmenmitteilung.

ZTE-Konkurrent Huawei zeigte eine Woche zuvor einen Prototypen, der es auf 400 Gbps pro Kanal brachte. Beide Unternehmen machten aber keine Aussagen bezüglich eines Verkaufsstarts ihrer WDM-Lösungen.