Sharp feuert seinen Präsidenten nach schlechten Zahlen

Der japanische Elektronikhersteller wird sein Geschäftsjahr wohl mit einem großen Verlust abschließen. Das hat direkte Folgen in der Management-Etage.

von Ralf Müller 0

Insbesondere der schwierige Markt (Preisverfall) für Flachbild-TV-Geräte brachte Sharp 2011 in Bedrängnis und belastet die Jahresbilanz des ganzen Konzerns. Die Umsätze gaben bislang schon um 18 Prozent nach, der Bruttoprofit brach um satte 86 Prozent ein, weshalb sich schon zum Jahreswechsel unter dem Strich ein Verlust in der Größenordnung von umgerechnet 2,5 Milliarden Dollar auftürmte. Das Geschäftsjahr endet erst am 31. März.

Direkte Folge der schlechten Bilanz: Präsident Mikio Katayama muss Ende des Monats seinen Hut nehmen. Seine Aufgaben übernimmt zum 1. April Manager Takashi Okuda. Katayama muss sich allerdings keinen neuen Job suchen, sondern wird im Verwaltungsbeirat geparkt – mit der ausdrücklichen Einschränkung, dass er die Firma nach Außen nicht mehr repräsentieren dürfe, berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Nikkei.com. Für Katayama muss der bisherige Chairman Katsuhiko Machida seinen Stuhl räumen. Er wird Spezialberater der Führungsriege.

»Es ist mein Ziel, den Konzern zu vereinen, das Geschäftsmodell zu verändern und wieder einen erfolgreichen Kurs einzuschlagen«, verspricht Okuda zum Antritt. Er verweist auf die einzigartigen Technologien, die ihm Hause Sharp vorhanden seien. Verbunden mit dem Willen, daraus gute Produkte zu machen, habe man im Markt nach wie vor eine Chance, glaubt Okuda, der zuletzt den Vertrieb in Schwellenländern verantwortete.

 

 

 

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