Mozilla gibt Thunderbird 11 zum Download frei

SoftwareZusammenarbeit

Mozilla hat neben Firefox auch Thunderbird auf Version 11.0 aktualisiert. Der E-Mail-Client nutzt jetzt die überarbeitete Rendering-Engine des Browsers.

Die Entwickler haben bei Thunderbird dieselben Sicherheitslücken geschlossen wie in Firefox 11. Zudem wurden kleine Fehler korrigiert. Auch ein Absturzproblem beim Import von Microsoft-Outlook-Profilen wurde behoben.

Außerdem haben sie die Benutzeroberfläche leicht verändert. Tabs werden laut den Versionshinweisen nun oberhalb der Hauptmenüleiste angezeigt. Das soll die Navigation erleichtern und den Kontextbezug verstärken. Unter Mac OS X sollen Benachrichtigungen nun korrekt über Growl 1.3 oder höher angezeigt werden.

Von den acht beseitigten Schwachstellen stuft Mozilla vier als kritisch ein, weil sie das Einschleusen und Ausführen von Schadcode ermöglichen. Beispielsweise hat Mozilla mehrere Speicherfehler und Probleme beim Umgang mit CSS, JavaScript und SVG-Dateien behoben. Eine Liste aller Fehlerkorrekturen findet sich auf der Hersteller-Website.

Noch ungelöst ist ein Problem beim Betrachten von RSS-Feeds in der Wide-View-Ansicht. Um es zu umgehen, können betroffene Nutzer die Kalender-Erweiterung Lightning deaktivieren oder zur klassischen Ansicht wechseln und den E-Mail-Client neu starten.

Thunderbird 11 steht in über 50 Sprachen für Windows, Mac OS X und Linux zum kostenlosen Download bereit. Alternativ kann das Progamm über die integrierte Update-Funktion auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch Lightning liegt in einer aktualisierten Version vor.

Für Unternehmen, öffentliche Institutionen, Universitäten und andere Organisationen gibt es darüber hinaus Varianten von Firefox und Thunderbird mit Langzeitsupport. Die aktuellen ESR-Fassungen tragen die Versionsnummer 10.0.3. Statt wie die Standardausgabe alle sechs Wochen, werden sie nur alle 54 Wochen aktualisiert.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen