IT-Chefs der Finanz- und Versicherungsdienstleister bezweifeln die Compliance ihrer IT-Infrastrukturen

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Über 70 Prozent der europäischen Finanz- und Versicherungsdienstleister würden die Regeleinhaltung ihrer IT als unzureichend einschätzen, behauptet ein neues Whitepaper.

Die zunehmende Regulierung der Informatik von Banken und Versicherungen setzt den T-Leitern offenbar zu, geht aus einem Papier hervor, das Rechenzentrumsbetreiber Interxion bei den Analysten von JWG in Auftrag gegeben hatte.

Die bevorstehende Finanzmarktregulierung auf wirke sich auf die IT-Infrastrukturen von Banken und Versicherungs-Unternehmen in ganz Europa aus, beschreibt Interxion die Studie. Für diese wurden „IT-Entscheider aus der Banken- und Versicherungsindustrie“ befragt und mehr als 4.000 Seiten regulatorischer Anforderungen an die Finanzbranche ausgewertet.

Die Vorgaben, die als Folge der Finanzkrise von 2009 von den G20-Ländrn verabschiedet wurden,  verändern nicht nur Eigenkapitalvorschriften wie Basel III und Solvency II sowie MiFID II und die “European Market Infrastructure Regulation” (EMIR); sie haben vor allem „erhebliche Auswirkungen auf die IT-Infrastrukturen sowie das Kontroll-, Berichts- und Dokumentationswesen der betroffenen Institutionen“, beschreibt JWG. Schon 2012 müssten die IT-Manager mit der Umsetzung beginnen, doch die meisten glauben nicht, dass sie das schaffen werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts müsse jedoch alles Vorgegebene umgesetzt sein, so die Regeln.

71 Prozent der Befragten bezweifeln, dass sie ihre Altsysteme bis zum Ablauf der Frist im Jahr 2015  vollständig aktualisieren können und 90 Prozent erwarten bereits zum Jahresende Geldstrafen für mangelnde Compliance und stellen hierfür zweistellige Millionensummen in den Raum. 40 Prozent glauben, dass sie ihre jetzige IT-Struktur nicht weiteverwenden können, und – da kommt Interxion ins Spiel – 30 Prozentglauben, die Unterstützung externer Rechenzentren zu benötigen.

Zu viel Trennung zwischen IT-Verantwortlichen und Compliance-Beauftragten und mangelnde Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden schaffe viele Probleme. Worauf Interxion und JWD hinauswollen ist klar: Einerseits Verantwortliche auf eine passende Veranstaltung am 22. März in London zu locken und andererseits den Abschluss von Geschäften zu schaffen, die mit viel IT-Auslagerung die nächste Bankenkrise verhindern sollen – und nebenbei ein hohes Auftragsvolumen solventer Kunden erzeugen.

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