Mini-Prozessor von ARM soll Milliarden Geräte onlinefähig machen

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Das »Internet der Dinge«, bei dem vom Toaster über die Topfpflanze bis zu Familienhund und allen Fahrrädern alles online kontaktiert werden könne, wollen die Briten mit ihrem winzigen Cortex-M0+ möglich machen.

Der Welt sparsamster Mikroprozessor, so lautet die Werbezeile von ARM für den Cortex M0+. Er verbrauche nur 9 Mikroampère  (µA) pro MHz Taktfrequenz. So können Hardwarehersteller bei ihren Appliances selbst den Energieverbrauch regeln, indem sie den Leistungsabruf regeln.

Das Verhältnis zwischen Rechenleistung und Stromverbrauch sei ohnehin unschlagbar, schwärmt die Hersteller-Produktankündigung weiter.

Der kompakte Chip eigne sich ideal für kleine Mobilgeräte, häusliche Messgeräte, (Sensor-) Regeler wie Strom- und Lichtanlagen oder sonstige embedded Lösungen. Die 32-bit-Architektur des kleinsten Cortex sei aufwärtskompatibel zu den anderen ARM-Prozessoren. Der Hersteller sieht die meisten M0+-Exemplare im Einsatzbereich von 24 bis 60 MHz, technisch möglich seien aber auch bis zu 250 MHz.

ARM will nicht alle M0+-Halbleiter selber fertigen, sondern bietet seinen Partnern auch Lizenzen an. Erste Abnehmer sind bereits NXP und Freescale. Letztere haben angekündigt, auf der kommenden Embedded Systems Konferenz Ende März ihre Lösungen vorzustellen.