Verspätetes Office für Android: SoftMaker verspricht baldige Beta

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Die Verspätung der Mobilvariante der Bürosuite schiebt das deutsche Softwarehaus auf die vielen Ausbaustufen und Varianten des Google-Betriebssystem, an dem ständig entwickelt werde, was in einer Flut an Änderungen münde.

Schon 2010 hatte Softmaker versprochen, sein Officepaket für Android umzusetzen. Das Versprechen wurde im vorigen November nochmals wiederholt (wir berichteten), und zwar im Gegensatz zur Konkurrenz soll dies mit vollem Funktionsumfang geschehen. Für Linux und sogar für Windows Mobile hatte man das zuvor auch schon weitgehend geschafft, doch nun stocken die Programmierarbeiten seit Monaten. Nicht einmal die für über einem Jahr avisierte Beta-Version hat es bislang gegeben.

SoftMaker-Boss Martin Kotulla ergriff gestern noch das Wort und schob Google den Schwarzen Peter zu, denn die vielen und steten Änderungen an der Android-Plattform habe seinem Team das Leben schwer gemacht.
»Funktionen, die auf einem Gerät wunderbar laufen, versagen auf anderen Computern ihren Dienst. Es gibt in den diversen Android-Ausbaustufen unterschiedliche Fehler. Hinzu kommen diverse Grafikchips, ein unterschiedliches Ansprechen der Tastaturen und Tastenfelder und auch noch fehlerhafte Software-Keyboards«, zählt Kotulla auf.

Nichtsdestotrotz bemühe sich sein Entwicklerteam, bis Ende des Monats die erste öffentliche Beta-Version an den Start rollen zu können. Jene zeichne sich dadurch aus, die Dokumente von MS-Office öffnen und verarbeiten zu können. Als Bonus für die Gedule erhalten die Nutzer auch gleich eine Reihe Produktivitäts-Apps für ihre Android-Geräte. Dazu gehöre auch eine Anbindung an den Dropbox-Cloud-Storage-Dienst und die Integration des Evernote-Webdienstes.
In Zukunft stehe dann iOS als nächste Plattform für das Office-Paket an.