Elgato bringt externes Thunderbolt-SSD

Data & StorageStorage

Der Hersteller ist mit seinem EyeTV-Tuner bekannt geworden, wagt sich aber nun in den Storage-Markt, und zwar mit der eher ungewöhnlichen Idee, die teuren Solid State Drives in einem externen Gehäuse anzubieten.

Die Flash-Chips in Kombination mit der flotten Thunderbolt-Schnittstelle sollen entsprechenden Computern im Nachhinein mit schnellerem Datentransfer versorgen.

Optisch sieht die Elgato Thunderbolt SSD wie eine normale kompakte externe 2,5-Zoll-Festplatte aus. Auf gummierte oder gepolsterte Features wurde verzichtet, da die Chiptechnik von Hause aus unempfindlicher ist als die Magnetlaufwerke mit ihren beweglichen Teilen. Das Aluminiumgehäuse besitzt nur den Thunderbolt-Port. Weder USB noch FireWire versuchen, eine alternative Transfermethode anzubieten oder den Kontakt zu älteren Computern zu halten. Auch gibt es keinen Anschluss für ein Netzteil, denn der Saft für die Chips fließt ausschließlich via Thunderbolt-Verbindung ins Laufwerk.

Während Storage-Spezialisten der Thunderbolt-Technologie ein theoretisches Transfermaximum von 1.280 MByte/s unterstellen, bewirbt Elgato seine Lösung mit einem realistischeren Wert von bis zu 270 MByte/s, was sich in praktischen Tests bestätigte: Lesespeed von 272 MByte/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 263 MByte/s konnten Tester im Praxiseinsatz nachweisen (mit QuickBench 4.0).

Elgato bietet zunächst eine Kapazität von 240 GByte für den Preis von 700 Dollar an. Zum Vergleich: Für rund 120 Dollar weniger gibt es von LaCie ein externes Thunderbolt-Laufwerk mit 2 Terbytes Kapazität. Es ist mit 190 MByte/s etwas langsamer, hat ein größeres Gehäuse und braucht zum Betrieb ein Netzteil.