Google möchte sich von Motorolas Settop-Boxen trennen

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Die Sparte des Handy-Herstellers fertigt und vertreibt das TV-Zubehör selbst. Doch nach dem Willen des neuen Eigentübers soll sie verkauft werden – trotz der Google-TV-Pläne.

Gerade erst passt Google sein OS für den Einsatz in TV-Geräten an und bereitet mit Partnern wie LG und Samsung entsprechende Hardware-Lösungen vor (wir berichteten), da taucht die Nachricht in der Zeitung New York Post auf, dass der Webkonzern plane, die Settop-Boxen-Sparte von Motorola zu verkaufen. Dabei ist doch noch völlig offen, wer im digitalen Rennen die Gunst der Verbraucher gewinnen wird: TV mit externem Computer oder Gamingkonsole, am Web angeschlossene Settop-Box oder die modernen Smart-TV-Geräten mit eigenem Online-Zugang.

Der Verkauf wirkt also auf den ersten Blick voreilig bis widersinnig, könnte aber auch mit dem Patent-Streit zwischen Motorola und Apple zu tun haben: Ein US-Richter erließ gerade die Anordnung, dass Google die Details rund um den Kauf von Motorola offenlegen müsse. Womöglich will sich der Webkonzern durch die Abspaltung eines Problems entledigen.