Facebook leiht sich mal eben 8 Milliarden

Kurz vor dem Börsengang des sozialen Netzwerks, für das ein Marktwert von 100 Milliarden US-Dollars erwartet wird, leiht sich Facebook ein Finanzierungspaket von acht Milliarden Dollars.

von Manfred Kohlen 0

Obwohl Facebook sehr viel Geld vom Börsengang erwartet, werden zugleich auch die Kosten steigen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg baut laut Wirtschaftsdienst Blomberg vor und deckt die Firma erst einmal mit Kapital ein. Die geliehenen Summen enthalten Kredite von insgesamt fünf Milliarden, die in 5 Jahren fällig sind sowie eine Zwischenfinanzierung von drei Milliarden für 364 Tage.

Die Kredite werden vergeben von den Großbanken JPMorgan Chase & Co., Morgan Stanley, Goldman Sachs Group Inc., Bank of America Corp. und Barclays Plc., gehe aus den Meldungen an die Börsenaufsicht SEC hervor. Auch kleinere Banken sind mit von der Partie – insgesamt 25 Unterzeichner hätten ihren Segen Dazu in finanzeller Form gegeben.

Während Facebook Teile der Finanzierungssummen für generelle Geschäftskosten ausgeben wolle, bereite es mit dem Rest vor allem den Börsengang vor – auch, um eigene Aktien zu erwerben. Doch weitere Summen seien vorgesehen, um Aktien-Optionen für Mitrbeiter, Steuerbelastungen und vor allem einen ausufernden Patentkampf mit Yahoo zu bezahlen.

Der wahrscheinlich größte Börsengang Amerikas wird trotz aller auftretenden Kritiken und Probleme deshalb so positiv gewertet, weil das Unternehmen es schaffte, letztes Jahr seine Umsätze nahezu zu verdoppeln. Von den 3,71 Milliarden US-Dollars Einnahmen seien die schnellst wachsenden diejenigen aus Europa. Alleine im vierten Quartal hätten Anzeigenverkäufe in Europa 306 Millionen Dollars eingebracht, die in Asien 95 Millionen. USA und Kanada tragen noch immer mit 462 Millionen Quartals-Anzeigenumsatz den Löwenanteil bei.

Auch bei der Anzahl der registrierten du aktiven Nutzer überträfen Europa (229 Millionen) und Asien (212 Millionen) die USA und Kanada (zusammen 179 Millionen) bei weitem.

Selbst bei den Zinsbelastungen steht Facebook gut da – sie lägen anfangs bei einem Prozent, nach 180 Tagen bei 1,25 Prozent über dem Leitzinssatz „Libor“ der englischen und amerikanischn Banken. Das sei zwar mehr, als IBM für seine 10 Milliarden Kreditlinie bezahlen müsse – wenn Big Blue die Kreditlinie nutzte, müsste der blaue Riese nur 0,75 Prozent über dem Leitzins bezahlen – doch alles in allem können sich Unternehmer, die hierzulande einen Kredit aufnähmen, nur die Finger nach den günstigen Konditionen lecken.

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