Yahoo verlangt Geld von Facebook

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Wieder einmal sind Patente für »geistiges Eigentum« der Anlass, dafür entsprechend Lizenzgebühren zu fordern.

Am gestrigen 28. Februar 2012 sollen Yahoo-Anwälte an Facebook per E-Mail geschrieben haben »Wir müssen darauf bestehen, dass Facebook entweder eine Lizenzvereinbarung abschließt oder wir sehen uns zu Maßnahmen genötigt, unsere Rechte einseitig zu schützen“. Das berichtet Wirtschaftsdienst Bloomberg über den nächsten aufkommenden Rechtsstreit.

Zur Diskussion stünden zehn von 20 patenten, die sich um Technologien rund um Anzeigenschaltung und Messaging drehen würden, teilte ein Informant, der nicht namentlich genannt werden wollte, den Wirtschaftsredakteuren von Bloomberg mit. Facebook habe noch keine Zeit gefunden, die Behauptungen von Yahoo zu überprüfen. Yahoo und Facebook kämpfen um den Markt des »Display Advertising« – also eingeblendete Werbung wie Anzeigenbanner und dergleichen.

Lakonisch ist der Kommentar von Jon Laurie, der Unternehmen beim Kauf von Patenten berät: »Es ist kein Geheimnis, dass Yahoo in einer schwierigen Situation steckt. Und wenn Firmen in so eine Position geraten, wenden sie sich erst einmal ihren Patenten zu«.

Facebook kämpft derzeit mit mehreren Patentklagen, unter anderem einer von Amazon rund um Social-Networking-Techniken (die dem Internet-Versandhändler bereits sieben Jahre vorher zugesprochen wurden).

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