Western Digital verkauft Teile seiner 3,5-Zoll-HDD-Fertigung an Toshiba

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Der japanische Mitbewerber übernimmt neben Produktionsanlangen auch geistiges Eigentum. Im Gegenzug geht Toshibas derzeit stillgelegte Fertigungstochter in Thailand an WD. Western Digital erfüllt auf diese Art Auflagen von Kartellbehörden.

Western Digital (WD) hat einen Käufer für Teile seiner Fertigung von 3,5-Zoll-Festplatten gefunden. Damit erfüllt das Unternehmen im Rahmen der geplanten Übernahme von Hitachi Global Storage Technologies (HGST) Auflagen von Kartellbehörden. Der japanische Mitbewerber Toshiba übernimmt neben Fertigungsanlagen auch geistiges Eigentum.

Im Rahmen der Vereinbarung kauft Toshiba, das derzeit nur 2,5-Zoll-HDDs produziert, Maschinen für die Herstellung von 3,5-Zoll-HDDs für Desktop-PCs und Consumer-Geräte sowie sogenannte Near-Line-HDDs für Server. Near-Line-Storage bietet größere Speicherkapazitäten und eine höhere Zuverlässigkeit als Festplatten für Desktop-Computer.
»Der Kauf von Teilen von Western Digitals 3,5-Zoll-HDD-Fertigung und damit die Möglichkeit, 3,5-Zoll-Festplatten für Desktop-PCs, digitale Videorekorder und andere Consumer-Electronic zu fertigen, wird Toshibas Portfolio erweitern und es dem Unternehmen erlauben, Produkte für alle Bereiche des HDD-Markts zu liefern«, heißt es in einer Pressemeldung (PDF) von Toshiba.

Im Gegenzug erwirbt WD Toshibas thailändisches Tochterunternehmen Toshiba Storage Device (TSDT), das in erster Linie 2,5-Zoll-Festplatten für Laptops fertigt. Der Kauf umfasst neben den Produktionsanlagen auch den Grundbesitz und die Gebäude. Zudem übernimmt WD die dort beschäftigten Mitarbeiter.

TSDT wurde Ende 2009 mit einem Kapital von einer Milliarde Baht (24,5 Millionen Euro) gegründet. Im Rahmen der Flutkatastrophe in Thailand im Oktober 2011 musste der Standort geschlossen werden. Die Fertigung ist seitdem nicht wieder angelaufen. Weitere Produktionsstandorte unterhält Toshiba auf den Philippinen und in China.

Die Transaktion unterliegt nach Angaben beider Firmen der Zustimmung von Regulierungsbehörden. Sie soll Ende März abgeschlossen werden.

[mit Material von Dong Ngo, News.com]