Kinect-Fortschritt: Microsoft entwickelt 3D-Desktop

BetriebssystemKomponentenSoftwareWorkspaceZubehör

Im Windschatten der Windows-8-Offensive hat das Kinect-Entwicklerteam die Muße gefunden, das funktionierende Konzept eines dreidimensionalen Desktops – Eingabe wie Ausgabe – zu realisieren.

Microsofts Bewegungssensor-Technik, die auf der Spielekonsole Xbox ihr Debut feierte, wurde von den Entwicklern für Windows-Rechner umgesetzt und Anfang Februar vorgestellt (wir berichteten). Aktuell werde die Eingabetechnologie auch für Win-8-Notebooks angepasst sowie eine raumfüllende Variante für Klassen- und Vortragsräume entwickelt (wir berichteten).

Das reichte den Ingenieuren offenbar noch nicht an Aufgaben: Zwischendurch fertigten die Weißkittel bei Microsoft Research auch noch auf Basis der Kinect-Sensoren einen kompletten  3D-Desktop, der dank des transparenten OLED-Displays von Samsung möglich wird. Die darauf dargestellten Grafiken erscheinen dem Auge als virtuelles 3D-Bild hinter dem Screen, wo die Hände eingesetzt werden können, um den Bildinhalt direkt zu manipulieren (drehen, zoomen, ziehen et cetera pp.). Gezeigt wurde die Lösung auf dem TechForum von Microsoft. Samsung hatte den transparenten OLED-Bildschirm zuvor schon auf eigenen Promo-Events vorgeführt.

Laut den Entwicklern erfasse Kinect nicht nur alle Sorten von Handgesten, sondern erfasse auch Kopfstellung und Augenbewegung des Bedieners, was für eine saubere kopfschmerzfreie 3D-Darstellung nötig sei. Für Texteingaben greift das System übrigens auf traditionelle Tastaturen zurück – schließlich soll das Ganze im produktiven Unternehmensumfeld eingesetzt werden, wo man nicht auf langsame Buchstabeneingabe über virtuelle Tasten oder Schreibschriftanalyse warten wolle und könne. Verzichtet werden könne natürlich auf die Mauseingabe, da Gesten schneller seien.