Intel spricht sich für Libre Office aus

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Der Halbleiterkonzern hat soeben seinen Beitritt zur »The Document Foundation« (TDF) bekannt gegeben. Jene überwacht die Entwicklung der Open-Source-Büro-Suite »Libre Office«.

Schon Anfang Februar konnten wir beobachten, dass Libre Office an Fahrt gewann, denn es schlossen sich mehr Entwickler dem Projekt an, die nun naturgemäß mehr Code hervorbringen (wir berichteten). Das aus Open Office hervorgegangene und von ehemaligen Sun-Entwicklern getragene Open-Source-Projekt gewinnt nun mit Intel einen namhaften Unterstützer, was im Markt für Rückenwind sorgen sollte. So kündigte der Konzern gleich mal an, eine spezielle Version von  Libre Office mit den Spracherweiterungen für Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch in den Intel App Up Store zu stellen.

Künftig wolle Intel auch Input für die Entwicklung und Optimierung der Office-Suite liefern, bestätigte TDF.

Insbesondere eine bessere Anpassung von Libre Office an die Intel-Prozessoren stehe ganz oben auf der Agenda, bestätigt Open-Source-Manager Dawn Foster. Schon die jetzige Ausbaustufe, die im App Up Center zu haben sei, besitze einen besonderen Support für die neuen Ultrabooks.

Intel hat bislang schon viel für die Open-Source-Gemeinde getan und jede Menge Code für den Linux-Kernel beigesteuert. Mit dem eindeutigen und öffentlichen Bekenntnis zu Libre Office stellt sich Intel jetzt klar gegen die Software-Dominanz von Microsoft Office. Ein weiteres Indiz dafür, dass die alte Wintel-Allianz zerbrochen ist.