Druckkosten: So teuer sind billige Drucker

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Es lohnt sich buchstäblich, beim Druckerkauf auf die Folgekosten zu achten, denn Drucken kostet oft mehr als man denkt. Geht man richtig an das Thema ran, kann man kann jedoch ordentlich sparen.

Folgt man dem Klischee, werden Drucker, auch für kleine Unternehmen, oft möglichst billig beim Discounter gekauft. Und tatsächlich, gerade in letzter Zeit fallen einige Farblaser-Multifunktionsgeräte negativ auf: Alte Technologie, lange Aufwärmzeiten, langsamer Druck und teurer Toner, aber stylisch und momentan sehr preiswert in der Anschaffung. Kostenpunkt rund 250 Euro, bei einem Listenpreis von knapp 400 Euro. Zwei Wochen später muss dann allerdings schon der erste Satz Toner nachgekauft werden. Und der kostet nicht viel weniger als der Drucker selbst, nämlich knapp 200 Euro.

Zuerst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass der Drucker als Anfangsinvestition nur ein Teil des Kostenpostens »Drucken« ist. Die beiden Grafiken unten zeigen, dass der Seitenpreis wichtiger ist als die Hardware-Kosten. Auf der Internet-Seite www.druckkosten.de kann man mit nur geringem Aufwand einfache Kostenmodelle aufstellen. In diesem Vergleich nehmen wir drei Farblasergeräte aus dem Einsteigersegment unter 200 Euro und stellen ihnen drei Geräte aus der Preisklasse um die 500 Euro gegenüber. Es ist deutlich zu sehen, dass die teureren Geräte rund die Hälfte billiger im Verbrauch sind. Und es ist zu sehen, dass in dem angenommenen Zeitraum von drei Jahren und einem Druckvolumen von 500 Seiten pro Monat die Druckerhardware nur einen kleinen Teil der Kosten ausmacht.

Die drei oberen Modelle sind zwar in der Anschaffung teurer, verursachen aber insgesamt deutlich geringere Kosten als die drei preiswerteren Geräte.

Im zweiten Beispiel nehmen sieht man zwei Monochromdrucker eines Herstellers. Der Druckkostenrechner von Kyocera, leicht zu finden auf www.kyoceramita.de, zeigt die Verbrauchskosten. Das kleinere Modell kostet 200 Euro, das größere mit 590 Euro fast das Dreifache. Als Druckvolumen sind 3000 Seiten pro Monat eingetragen, und das Ganze wieder über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Kostenlage kehrt sich ziemlich genau um, denn sie sind über den gesamten Zeitraum beim kleineren Gerät dreimal so hoch wie beim großen. Der anfänglichen Einsparung von 400 Euro beim Gerätekauf stehen 1080 Euro gegenüber, die man mit dem zunächst teureren Gerät weniger ausgibt.

Trotz deutlich höhrem Anschaffungspreis (hellblau), fährt man bei dieser Beispielrechnung mit dem teureren Modell deutlich günstiger.

Natürlich lohnt eine hochpreisige Anschaffung nur dann, wenn auch das entsprechende Druckvolumen vorhanden ist. Bei 10 Seiten im Monat kommt man in 36 Monaten entsprechend auf 360 Seiten und verbraucht nicht einmal den Toner, der im Lieferumfang des Druckers enthalten war. Außerdem gehören noch weitere Posten zu den Druckkosten, nicht nur der Toner. Service, Verschleißteile, Strom, Lagerhaltung für Verbrauchsmaterial, um die wichtigsten zu nennen. Aber schon das relativ einfache Beispiel mit den Tonerkosten zeigt, dass es nicht damit getan ist, einfach nur den billigsten Drucker anzuschaffen.

(Quelle kleines Bild oben: BUP-PIXEL – Fotolia.com)