Microsoft baut Rechenzentrum in Dublin aus

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Mit 130 Millionen US-Dollar will Microsoft den Ausbau des Cloud Computing-Rechenzentrums in Dublin vorantreiben. Als Vorteil der Standorts gilt vor allem, dass europäische Datenschutzrichtlinien eingehalten werden können.

500 Millionen US-Dollar hat Microsoft bereits für das Cloud Computing-Rechenzentrum in Dublin eingeplant. Jetzt sollen weitere 130 Millionen dazukommen.

Microsoft will mit der Investition das 2009 gegründete Dubliner Rechenzentrum nicht nur technisch auf den neuesten Stand bringen, sondern reagiert damit nach eigener Aussage auch auf die gestiegene Nachfrage nach Cloud Computing-Diensten in Europa.

Unternehmenskunden sollen mit Microsofts Cloud-Infrastruktur vor allem Angebote wie Office 365 oder die Windows Azure Plattform nutzen können.

Kein Zugriff der US-Behörden

Der Standort Dublin ist vor allem deshalb von Bedeutung als die Daten der Kunden in Europa gespeichert sind. Damit sind sie datenschutzrechtlich besser geschützt als wenn sie auf einem Server in den USA lägen und damit dem direkten Zugriff von US-Behörden ausgesetzt wären.

Für viele Unternehmen ist die Einhaltung europäischer Datenschutzstandards die entscheidende Voraussetzung für den Einstieg ins Cloud Computing.

Laut Microsoft sind die Aussichten für europäische Cloud-Anbieter gut. Das Unternehmen beruft sich dabei auf Zahlen des Centre for Economics and Business Research wonach »in den nächsten fünf Jahren durch die Cloud 763 Milliarden Euro in die europäische Wirtschaft fließen könnten«.

Daneben schätzen die Analysten von Experton, dass die deutsche IT-Branche im Jahr 2015 allein mit Cloud Computing-Diensten einen Umsatz von 8,2 Milliarden erzielen wird. 2012 soll der Gesamtumsatz von Cloud Computing in Deutschland immerhin schon 1,9 Milliarden Euro betragen.

Da kommt das Rechenzentrum in Dublin also gerade recht.