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Chipmarkt-Konsolidierung: Globalfoundries erwirbt ProMOS

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Zwischen 500 und 800 Millionen Euro soll der Kauf der taiwanischen Chipfabriken durch die ehemalige AMD-Produktionsfirma kosten.

Globalfoundries, einst entstanden durch die Auslagerung der Prozessorherstellung AMDs und reichlich mit arabischen Geldmitteln ausgestattet, erwarte Chip-Produktionsaufträge aus Asien und sei damit mit der Fabrik von ProMOS im taiwanischen Taichung gut bedient, berichtet Branchensprachrohr Digitimes.

Das Produktionshaus im mittleren Westen Taiwans  verfügt über eine 12-Zoll-Waferproduktion und könnte so die Aufträge von Unternehmen in Asien besser ausführen. Bislang betreibt Global Foundries bereits in Dresden und Singapur die Herstellung von Chips in 12-Zoll-Wafern. Die Produktionsstätte in Singapur jedoch reicht wohl nicht mehr aus, um die Nachfrage der asiatischen Chip-Entwickler zu befriedigen – und die deutsche Fabrik dürfte zu teuer sein.

Taiwanische Auftraggeber blieben zudem lieber im Inland und lagerten bisher alle Chip-Aufträge an TSMC und UMC aus, konstatiert Digitimes – mit ProMOS habe Globalfoundies endlich auch einen Fuß in der Tür der PC-, Tablet- und Smartphone-Entwickler auf der chinesischen Silizium-Insel.

ProMOS, bereits seit einiger Zeit in den roten Zahlen, verkaufte bereits eine Fabrik im Norden Taiwans im Hsin-Chu-Industriepark nahe der Hauptstadt Taipeh. Dennoch kehrte der Hersteller nicht ins Plus zurück. Ein gefundenes Fressen für Globalfoundries.

Die Produktionsstätte in Taichung kann noch bis zu 60.000 12-Zoll-Waver im Monat ausspucken.

Manfred schreibt seit 30 Jahren über Computerthemen aus verschiedenen Blickwinkeln. Das wird aber nie langweilig, denn die Branche entwickelt sich so rasant, dass es immer etwas Neues zu lernen gibt.

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