McAfee verzeichnet geringstes Spam-Aufkommen seit Jahren

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Nur in Deutschland und den USA steigerte sich die Anzahl der unerwünschten Werbemails. Die Verringerung des Gesamtaufkommens sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Spammer zielgerichtetere Adresslisten als früher nutzen.

Der aktuelle Threat Report von Sicherheitsanbieter McAfee meldet für das vierte Quartal 2011 den niedrigsten Spam-Status seit Jahren – und das, obwohl Ende des Jahres viele neue Botnetze ihre »Arbeit« wieder aufnahmen.

Bei den »Massen-Spam«-Ländern wie Großbritannien, Brasilien, Argentinien und Südkorea senkte sich die versendete Menge des Werbemülls. In den USA und Deutschland, wo die Spammer offenbar mit genaueren Adressdaten herumexperimentieren, erhöhte sich die Rate leicht.

Mcafee warnt, dass genau dies passiert: die Spams werden für zielgerichtete Angriffe genutzt. Statt sie wie bisher wahllos in riesigen Mengen zu versenden und so mindestens einige nicht informierte Nutzer zum Klick zu verführen, verschicken die Spamversender ihre Ladungen gezielter.

Ursprung vieler Werbemails sind die aus »gekaperten« Computern zusammengesetzten Botnetze. Während die Botnet-Aktivitäten in einigen Ländern zurückgingen, stiegen sie in den meisten Bereichen wieder an.

»Die Bedrohungslage hat sich 2011 weiterentwickelt und wir haben eine deutliche Veränderung bei den Motiven für Cyberangriffe festgestellt«, erklärte Vincent Weafer, Senior Vice President der  McAfee Labs. »Weltweit führen wir einen größeren Teil unseren persönlichen und geschäftlichen Transaktionen über mobile Geräte aus, was neue Risiken und Herausforderungen für den Schutz kommerzieller und privater Daten schafft.«

(weitere Autoren: Lance Whitney und Stefan Beiersmann)

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