Größter E-Commerce-Anbieter Chinas kauft eigene Aktien zurück

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Mit 19,6 Milliarden Hongkong-Dollars (1,9 Millarden Euro) will der chinesische Online-Riese die Aktien seiner Minderheitsgesellschafter übernehmen – und dazu gehört noch nicht einmal Yahoo, dessen Alibaba-Anteile Milliardär Jack Ma auch gerne zurückkaufen würde.

Nachdem Alibaba gestern seinen Aktionären anbot, Anteile zurückzukaufen und so zum reinen nicht börslich geführten Unternehmen werden zu wollen, kletterten die Kurse der (Noch-)Aktie gewaltig in die Höhe. Gründer Jack Ma offerierte umgerechnet 1,35 Euro pro Aktie  für die 27 Prozent von Alibaba, die noch am freien Kapitalmarkt kursieren. Das Angebot lag 46 Prozent über dem Aktienwert zu diesem Zeitpunkt; mittlerweile sind die Alibaba-Kurse schon um 43 Prozent hochgeschnellt. Im Verlauf des vergangenen Jahres waren sie um 42 Prozent gesunken, das unverhoffte Angebot jedoch glich dies nun wieder aus.

Das »going private« mache es einfacher für Ma, mit Yahoo zu verhandeln, zitiert Bloomberg den chinesischen Börsen-Analysten Dundas Deng. Zudem mache es das Unternehmen viel flexibler bei der Reorganisation seiner Assets – nicht jeder Aktionär muss sein Stimme abgeben, um etwa beim Rückkauf von Yahoo-Anteilen mitzureden, und so kann Ma die Tochterfirmen so organisieren, wie es für die Verhandlungen mit Yahoo und anderen Partnern (etwa Softbank aus Japan) und die Steuern am günstigsten ist.

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