Brocade Networks setzt sich gegen Finanzhaie zur Wehr

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Die größte Private-Equity-Firma der Welt, Blackstone, musste einen Übernahmeversuch abblasen. Die Forderungen der Netzwerkfirma Brocade waren den Anlegern zu hoch.

Die Netzwerkspezialisten von Brocade Communications Systems wissen, was sie wert sind – der Versuch, sie zu übernehmen, ist gescheitert. Blackstone beendete die Gespräche, berichtet Wirtschaftsdienst Bloomberg und fügt an, der Hersteller von Switches und Speichernetzen suche seit 2009 nach einem Käufer.

Der jetzige Marktwert liege bei 2,58 Milliarden US-Dollars und die Firma aus dem Silicon Valley generiere sehr gesunde Einnahmen, zitiert Bloomberg den Börsenanalysten Erik Suppinger von JMP Securities. Brocade habe es also inzwischen nicht mehr dringend nötig, zu verkaufen.

Der Übergang von traditionellen Fibre-Channel-Netzen, wie sie in Storage Area Networks vieler Unternehmen noch verbreitet sind, hin zu Ethernet-Technik, könnte noch ein ganzes Jahrzehnt andauern : » Je länger, desto besser für Brocade«.

Der Netzwerkspezialist, der mit FibreChannel-Technik nahezu konkurrenzlos groß geworden war, hat mittlerweile auch zahlreiche Ethernet- und WLAN-Angebote für große Installationen etwa in Rechenzentren parat. Er muss sich jedoch bei neuen Techniken wie 100 Gigabit-Ethernet der starken Konkurrenz von Ciena Networks und Cisco erwehren. Seinen Vorteil sieht der Anbieter jedoch in der Einfachkeit von Installationen sehr großer Netzwerke – und erzielt hohe Umsätze mit alten wie neuen Technologien.

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