Bitkom: Mobiltelefonie beginnt Festnetz zu verdrängen

Netzwerke

Das klassische Telefonat über das Festnetz ist auf dem Rückzug. Immer mehr Bürger telefonieren ausschließlich über das Handy oder nutzen IP-basierte Telefondienste. Anbieter von IP-basierten Telefonanlagen können sich auf gute Geschäfte freuen.

Sprachtelefonie über Handy beginnt nach und nach das klassische Festnetz zu verdrängen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom hervor. Der Verband beruft sich dabei auf Daten der Bundesnetzagentur.

Demnach ist 2011 in Deutschland die Summe der Gesprächsminuten im Festnetz um zwei Prozent auf 191 Milliarden Minuten zurückgegangen. Dagegen sind die Gesprächsminuten im Mobilfunk um zehn Prozent gestiegen.

Somit hat jeder Bundesbürger 2011 durchschnittlich 39 Stunden über das Festnetz telefoniert. Insgesamt hingen die Deutschen im Durchschnitt 60 Stunden am Telefon.

IP-basierte Telefonie immer beliebter

Wer noch im Festnetz telefoniert, tut dies immer häufiger entweder über DSL- oder Kabelnetze oder nutzt IP-basierte Technik. So wurden bereits 2010 etwa ein Fünftel aller Gesprächsminuten über IP-basierte Dienste abgewickelt. Inzwischen dürfte der Anteil noch weiter gestiegen sein. Die Technik wird vor allem in Unternehmen immer beliebter. Das früher bei professionellen Anwendern so verbreitete ISDN ist hingegen auf dem Rückzug.

Das sind gute Nachrichten vor allem für die Anbieter von IP-basierten Telefonanlagen wie Gigaset oder Auerswald.