Opera kauft Mobil-Anzeigenvermarkter

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Mit der Akquise von Mobile Theory Inc. und 4th Screen Advertising, Ltd., möchte der norwegische Browserspezialist Werbern und Publishern ein neues Angebot für Mobilgeräte unterbreiten – und vermutlich am Mobilwerbegeschäft  mitverdienen.

Opera will durch seine heute bekanntgegebenen Unternehmenseinkäufe das »Ökosystem« rund um seinen mobilen Browser erweitern: Opera mini oder Opera mobile stecken bereits in zahlreichen Smartphones – wieso also sollte der Hersteller die Menge der erreichbaren Mobilnutzer nicht auch noch zu Geld machen wie es bereits Apple mit seinem iAd-System tut?

Der Browserhersteller nennt stolz seine Zahlen vom Dezember 2011: Mehr als 160 Millionen monatlich aktive Nutzer generierten mehr als 100 Milliarden Seitenaufrufe bei einem mobilen Datenaufkommen von 16 Petabytes.

Opera bietet Herstellern von Feature-Phones und Smartphones bereits Anzeigenverwaltungslösungen für den Massenmarkt und unterstützt dabei iOS, Android, Blackberry, Java und Symbian. Mit Hilfe der neuen Unternehmenskäufe holt sich der Browser-Hersteller zugleich das Geschäft mit den Anzeigenverkäufen ins Haus: Mobile Theory deckt bereits einen großen Teil des US-Mobil-Werbemarktes ab, 4th Screen ist von London aus in ganz Europa aktiv.

Mit Hilfe der Zukäufe monetarisiere man den Datenverkehr, der durch seine Browser fließt, besser, erklärt Opera-CEO Lars Boilesen. Als Teil seiner Werbestrategie hatte Opera bereits im Oktober 2010 die Firma AdMarvel übernommen, einen Markplatz für den Handel mit mobilen Anzeigen. Über diesen hätten Publisher vergangenes Jahr ganze 200 Millionen Dollars umgesetzt.

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