HP steckt doppelt so viel Geld in Forschung und Entwicklung

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Die Konzernchefin Meg Whitman kündigte in Las Vegas an, dass man in allen Sparten des Unternehmens künftig wieder deutlich mehr in neue Ideen und Produktverbesserungen investieren werde. Damit soll HP wieder innovativ werden und die Branche anführen, statt den Trends hinterher zu laufen.

Was macht ein Spieler, wenn er verliert? Er verdoppelt seinen Einsatz. Kaum brach der Gewinn von HP kräftig ein, zog Apple in wichtigen Bereichen am PC-Primus vorbei (wir berichteten) und verlies Ex-PalmChef Rubinstein den Konzern wegen des Mobil-Desasters, besinnt sich die Führungscrew rund um CEO Meg Whitman auf die früheren Stärken des Technologiekonzerns: Erfindungen und Innovationen sollen wieder der Motor werden. Viel zu wenig habe man die Erkenntnisse der HP Labs in den vergangenen Jahren genutzt und in die Produkte einfließen lassen.

»Vor allem möchte ich die Zeit zwischen einer unglaublich guten Idee und ihrer kommerziellen Nutzung deutlich verkürzen«, betont Whitman auf der Global Partner Conference in Las Vegas.
Daher werden alle Sparten doppelt so viel Geld für die Entwicklung erhalten. Eine Abkehr von Hardware oder den Konsumer-Produkten werde es unter ihrer Ägide nicht geben, betonte sie noch in Anspielung auf ihren glücklosen Vorgänger Léo Apotheker: »Es hat mich nur drei Tage gekostet, um zu entscheiden: Die Hardware-Sparte muss bleiben.« Man werde weiterhin Infrastruktur, Software, Dienstleistungen und Lösungen für Einzelkunden wie auch Organisationen aller Größe anbieten.
(Foto von Max Morse – Wikipedia Commons)