Ubuntu-Aufguss extra für Business-Nutzer

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Mark Shuttleworth spielt Chefkoch und rührt eine frische Ubuntu-Mixtur an, die vor allem für den geschäftlichen Einsatz abgestimmt sein soll.

Der von Canonical angebotene Business-Release von Ubuntu enthält allerdings keine neu entwickelten Komponenten oder Module, sondern stellt nur eine frische Mischung dar, die den IT-Abteilungen in Firmen etwas die Arbeit erleichtern soll. Die Anregung dafür kam schließlich auch von IT-Admins, die für den Firmengebrauch Ubuntu anpassen mussten.

Produktleiter Mark Shuttleworth hofft jedenfalls, dass die Desktop-freundliche Zusammenstellung den Firmen zusagt: »Das Booting direkt in ein Business-Image macht es leichter für Geschäftsnutzer, den Ubuntu-Desktop für die eigenen Zwecke zu evaluieren«, schreibt er in seinem Blog.

Der schlankere Business-Mix verzichtet auf Medienplayer, Games und Elemente für soziale Medien. Statt dessen gibt es nützliche Beigaben wie VMware View, Adobe Flash Plugin und  die Runtime-Umgebung OpenJDK 6 Java. An der Kompatibilität mit Ubuntu-freundlicher Hardware und Software nebst Support aller Standards hat sich nichts geändert.

Die Lizenzbedingungen (EULA) wurden angepasst und müssen akzeptiert werden, bevor es zum Download geht. Das wurde allein schon wegen VMware View nötig, damit dessen proprietäre Lizenz gültig wird.

Shuttleworth betont noch, dass Canonicals Vorstoß in den Enterprise-Markt kein Angriff auf  die Enterprise Version von Red Hat (RHEL) darstellen soll. Es sei nur eine Komfort-Variante für Firmen, nicht mehr.