DoCoMo bringt cloudbasierten Dolmetscher-Dienst

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So langsam entwickelt sich die Cloud vom reinen Hosting- und Speicherplatz-Angebot zur Spielwiese für Spezialdienste und Services. Eine Killer-App bringen die Japaner gerade in Stellung.

Die bisherigen Smartphone-Apps zum Thema Übersetzung sind nur Spielereien oder Hilfskrücken für Touristen. Japanische Ingenieure von NTT Docomo arbeiten schon einige Zeit am mobilen Simultanübersetzer (wir berichteten), einer ernsthaften Echtzeit-Lösung, bei der die Smartphones eigentlich nur Mikrophon und Lautsprecher spielen: Die gesprochenen Dialoge werden vom Mobiltelefon in die Cloud übertragen, wo das Rechenzentrum sie durch eine gigantische Übersetzungsdatenbank jagt und das Ergebnis nach wenigen Sekunden zurück zum Mobilnutzer schickt. Das ganze System sei sprachgesteuert und liefere präzise, verständliche Ergebnisse. Das ist überaus nützlich bei Sprachen, die sehr schwer oder selten sind und kaum ein Ausländer beherrscht.

NTT DoCoMo bringt diese Lösung gerade in Japan auf den Markt, präzise im März. Insbesondere bei Touristen-Informationen, im Handel und in Krankenhäusern sollen die polyglotten Smartphones installiert werden, um Ausländer besser bedienen zu können.
Noch sieht der Mobilprovider das Ganze als Großserien-Test und will erst gegen Jahresende Geld für den Cloud-Dienst verlangen. Die Größenordnung ist noch völlig unklar. Nach den aktuell verfügbaren Varianten Japanisch Englisch, Chinesisch und Koreanisch seien weitere Sprachen auf der Agenda des Providers.