Wissenschaftler drucken RFID-Chips

ForschungInnovation

Neue Technik könnte eine preiswerte Alternative zu den bislang als Chips produzierten Radio Frequency Identity Tags sein.

Ein Team der Universität von Montpellier entwickelte einen neuen Prozess, der Antennen aus dünnen Aluminiumschichten auf Papier bringt.

Elektronische Chips zu drucken, wird bereits seit längerer Zeit erforscht, doch das Aufbringen funktionierender Antennen auf Papier erreichten die Entwickler erst jetzt. Sie hoffen, auf diese Weise Barcodes und QR-Codes zu ersetzen und die etwas kostspieligeren RFID-Chips zur Produkt-Kennzeichnung ganz zu vermeiden.

Einem Artikel im »International Journal of Radio Frequency Identifiction Technology and Applications« zufolge erklärt ein Forscher hinter dem Projekt, so könne man 80 Prozent der Kosten für RFID sparen. Der thermale Verdunstungsprozess bei Aluminium sei schwächer als der bei bisherigen Materialien wie Kupfer oder Silber, die Menge des aufgedruckten Materials damit geringer.

Die Pototypen funkionierten bereits, erklärt Camile Camnade, die Sprecherin der Forschergruppe.

Die Idee, RFID und andere Elektronik auf Papier zu drucken, hatte ein deutsches Unternehmen schon 2006 (wir berichteten), benötigte damals aber noch große Druckmaschinen. Das damals in Chemnitz gegündete Unternehmen »Printed Electronics« existiert nicht mehr. Der neue französische Ansatz könnte den früheren Enthusiasmus in der Branche wieder zum Leben erwecken.

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