Sony entdeckt die Magie der Software

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Der neue Boss des in Schieflage geratenen japanischen Elektronikkonzerns will die Strategie komplett umkrempeln und leitet einen Kurswechsel ein. Künftig zählt nicht nur die Hardware.

Der bisherige Chef des Sony-Konzerns Howard Stringer wurde nach vier Quartalen mit Roten Zahlen abgesetzt. Sein Nachfolger als CEO ist Kazuo Hirai (Bild), der bislang die Entertainment-Sparte von Sony leitete (wir berichteten).

Unter Hirais Führung wurde die klassische Spielkonsole um das Entertainment-Netz erweitert – mit Erfolg. Dieses Konzept der Online- und Software-Erweiterung klassischer Hardware will er nun auf möglichst viele Sektoren des Konzerns ausweiten. Angesichts der Milliarden, die andere Hersteller mit ihrem App-Geschäft verdienen, ein durchaus nachvollziehbarer Schritt.

Im Augenblick ist Hirai damit beschäftigt, die Kosten in der TV-Sparte in den Griff zu bekommen und auch in anderen Abteilungen des Konzerns die Ausgaben zu konsolidieren. So schnell wie möglich soll Sony wieder profitabel sein. Danach werde das neue Konzept aus Hardware-Software-Internet-Anbindung in die Tat umgesetzt. In der typischen Zen-Philosophie Japans heißt es bei Hirai wortwörtlich: »Hardware treibt Software und Software treibt Hardware voran«. Aha. Und alles zusammen treibt durchs Internet…