TomTom kooperiert mit Versicherungsgesellschaft

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Auf der Suche nach lukrativen Nischen entdeckt der Hersteller die Branche der Autoversicherer. Den Gesellschaften werden die echten Fahrdaten aus den Navis angeboten, damit die in entsprechende Tarife einfließen können.

Seit es die Wegefindung am Smartphone für billiges Geld und sogar umsonst gibt, wird es enger für die klassischen Hersteller von ehemals teuren (Kfz-) Navigationssystemen. TomTom als Branchengröße musste schon 10 Prozent der Jobs abbauen und ein millionenschweres Sparpaket aus der Taufe heben (wir berichteten).

Zugleich schaut sich die Firmenleitung nach neuen Submärkten um und hatte eine Idee, die man nun mit Kooperationspartner Motaquote in die Tat umsetzen will: Gemeinsam heben sie das Versicherungsangebot »Fair Pay Insurance« aus der Taufe. Dabei werden alle echten Daten aus den TomTom-Navigeräten der Fahrzeuge aller Versicherungsnehmer gesaugt und bei der Gesellschaft ausgewertet. Im Rahmen des Vertrags gibt es dann Boni und Rabatte für jene Fahrer, die sich an Tempolimits halten, tatsächlich wenig fahren oder sich auf jenen Straßen bewegen, die sicher und unfallarm sind.

»Wir pauschalisieren und generalisieren sehr stark und teilen unsere Kunden grob in Gruppen ein. Doch wäre es nicht fairer, wenn die wirklich guten Fahrer am wenigsten zahlen müssten?«, überlegt Nigel Lombard, verantwortlicher Direktor für die Fair Pay Insurance. Durch die Kombination mit den Navi-Daten sollen insbesondere die umsichtigen und unfallfreien Kunden zunehmend Geld sparen können.

Um den Fahrer zu einer besseren Fahrweise zu erziehen, erhalten sie nach Unterzeichnung eines Vertrages nicht nur die Spezialversion eines TomTom PRO 3100, sondern auch aktive Rückmeldungen und Tipps sowie Live-Service durch die Gesellschaft, die direkt aus der Klemme helfen möchte, falls nötig. In Deutschland hätte solch eine Vertragskonstruktion natürlich eine größere Bodenschwelle zu umfahren: den Datenschutz.