PC-Krise? Lenovo meldet steigende Profite

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Der chinesische Hersteller schwimmt auf einer Erfolgswelle. Die PC-Auslieferung kletterte um 37 Prozent, die Gewinne legten allein im vorigen Quartal um 54 Prozent zu.

Während der PC-Markt vor allem in Europa ins Stottern kommt (wir berichteten), zeigt sich Lenovo unbeeindruckt und steigt laut IDC und Gartner zum zweitgrößten PC-Anbieter der Welt auf (wir berichteten). Das spiegelt sich nun in den Unternehmenszahlen wieder, denn im Vergleich zum Vorjahr bleiben nun 54 Prozent mehr Geld in der Firmenkasse übrig. Im vorigen Quartal sackte Lenovo netto einen Profit von 153 Millionen Dollar ein.

Der Umsatz entwickelte sich im Jahresvergleich um 44 Prozent und erreichte die Flughöhe von 8,4 Milliarden Dollar. Daran zeigt sich allerdings auch, wie schmal die Marge bei den Computern geworden ist. Das liegt aber auch daran, dass Lenovo seine größten Erfolge im chinesischen Heimatmarkt und in den Schwellenländern Russland und Indien einfährt, wo die Preise traditionell nicht allzu hoch sind. Allein in China kann der Hersteller einen Marktanteil von 35,3 Prozent vorweisen. Noch in diesem Jahr sollen dort in absoluten Zahlen mehr Systeme abgesetzt werden als in den USA.

»In China finden sie fast an jeder Ecke einen Lenovo-Shop oder ein Service-Center des Konzerns«, bestätigt Gartner-Analyst Eileen He. Sie sieht trotzdem kein Ende des Wachstums, denn der Hersteller konzentriere sich auf alle Länder, in denen der Markt noch nicht gesättigt sei. Selbst in den arrivierten Märkten Europas oder Nordamerikas konnte Lenovo innerhalb eines Jahres 67 Prozent mehr Einheiten absetzen. Hinzu kämen noch die Erfolge mit Tablets und Smartphones, wobei hier 6,5 Millionen Stück noch Raum nach oben lassen und für den Weltmarkt noch keine relevante Größenordnung darstellen.