Oracle gibt 1,9 Milliarden US-Dollars für Cloud-Personalmanagement-Service Taleo aus

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Wieder einmal greift Oracle tief in seine Taschen, um seinen herausragenden Status im Markt für Business-Software und –Services  auszubauen.

Oracles Umsatz-Zuwächse wurden schon in den vergangenen Jahren durch teure Unternehmenskäufe erreicht – und machten den ehemaligen Datenbankspezialisten zur weltweit zweitgrößten Business-Software-Firma. Erneut erweitert das Unternehmen sein Geschäftsportfolio mit einem Milliarden-Deal: Oracle übernimmt Taleo.

Um einem möglichen Abklingen des Lizenzgeschäfts mit der eigenen Software entgegenzutreten, habe Unternehmens-Chef Larry Oracle in den letzten Jahren über 70 Unternehmen für über 40 Milliarden US-Dollars übernommen, summiert Wirtschaftsdienst Bloomberg den Kaufrausch. Oracle selbst bietet unter dem Menüpunkt »Aquisitions« eine komplette Liste aller Akquisitionen.

Investiert wurde vor allem in Software und Services rund um das Management von Unternehmen (ERP- und CRM-Lösungen kosteten das meiste Geld, etwa Peoplesoft und JD Edwards) und von Mitarbeitern. Auch der neueste Kauf wendet sich diesem Thema zu: Die übernommene Taleo Corp bietet Unternehmen Internet-Services rund um das Management von Human Resources, genauer gesagt zum »Talent-Management« der Mitarbeiter. Auch IBM hatte vergangenes Jahr in diesen Bereich investiert.

Oracle übernimmt Taleo-Aktien für rund 46 Dollar pro Stück – laut Bloomberg sind das 18 Prozent mehr als der gestern erreichte Schlusskurs. Auf das letzte Vierteljahr bezogen war nur der Kauf von Autonomy durch HP für rund 10 Milliarden kostspieliger – im Kampf um den Markt für Enterprise-Lösungen legen die erbitterten Gegner zur Zeit Milliarden in die Waagschale.

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