Nokia will in Europa 4.000 Jobs killen

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Um Kosten zu sparen wollen die Finnen einen Teil der Smartphone-Produktion nach Asien verlagern. Das kostet im Abendland wertvolle Fabrikarbeitsplätze.

Nach Nokia Systems Networks säbelt nun auch im finnischen Mutterhaus die Job-Sichel, um die schlechten Zahlen zu kompensieren: Im heimischen Werk in Salo wie auch in den Niederlassungen in Komarom (Ungarn) und Reynosa (Mexiko) werde das Messer angesetzt und bis Ende des Jahres in Summe etwa 4.000 Mitarbeiter entlassen.

»Die Gerätemontage nach Asien zu verlagern, macht in mehrfacher Weise Sinn: Es spart natürlich Geld, zumal wir uns dann auch näher an unseren Zulieferern bewegen. Aber vor allem können wir dadurch die Zeit bis zur Marktauslieferung verkürzen«, erläutert Nokia-Manager Niklas Savander. Genau dieser Punkt – lange Abstände zwischen Innovation und Marktverfügbarkeit – wurde den Finnen von Branchenanalysten immer wieder vorgeworfen.

Nun versucht Nokia offensiv das Ziel anzupeilen, nicht mehr Monate sondern nur noch Wochen zwischen Produktentwicklung und anlaufender Auslieferung verstreichen zu lassen. Das günstige Smartphone Lumia 800 war bereits ein Positiv-Beispiel, denn es war ungewöhnlich schnell serienfertig. Auch das Lumia 900 soll schon in diese Fußstapfen treten.