Durchbruch: Neue Aufzeichnungstechnik für Magnetplatten entdeckt

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Während Halbleiter rasant schneller werden, können die guten alten Festplatten mit Datenmenge und -durchsatz kaum Schritt halten. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat aber soeben eine neue Technologie entdeckt, die den HDDs kräftig Beine machen könnte.

Unter Projektleitung der University of York kamen die Wissenschaftler auf die Idee, den magnetischen Lese- und Schreibköpfen die Arbeit zu erleichtern. Wie? Durch den Laser-Einsatz. Klingt verrückt, macht aber insofern Sinn, dass der Laser jene Bereiche auf dem beschichteten Platter aufheizen kann, auf den geschrieben werden soll. Dadurch brauche der Magnetkopf nicht mehr so viel Zeit und Energie, um die Orientierung eines Datenbits zu ändern.

Durch die ultrakurzen Hitze-Impulse per Infrarotlaser laufe die Zustandsänderung sogar hunderte Male schneller ab als gewöhnlich. Auf die heutige Technologie hochgerechnet glauben die Forscher, dass in der Praxis mit Laserunterstützung durchaus pro Sekunde Terabytes auf einer HDD zu sichern wären. Beim Auslesen hapert es dann, denn hier sind die magnetischen Leseköpfe auf sich selbst gestellt und erreichen nur bekanntes Niveau.