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US-Handelsbehörde warnt vor Schnüffel-Apps

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Die FTC ermahnt App-Produzenten, nicht zu viele Daten der Nutzer auszuspähen, weil deren Nutzer damit gegen Gesetze verstoßen könnten. Die Behörde nennt sechs Applikationen. Selber tun kann sie nichts – und erinnert die Anbieter daran, ihre Nutzer vor Gesetzesübertretungen zu warnen.

Die bemängelten Apps könnten gegen den »Fair Credit Reporting Act« verstoßen, weil sie helfen, über Arbeitsplätze, laufende Kredite, Wohnungen und ähnliche Fakten Auskunft zu geben.

Die gewarnten Unternehmen seien Everify Inc, Hersteller einer Police-Records-App, InfoPay Inc, Vermarkter der App »Criminal Pages« und Intelligator Inc, die die Produkte »Background Checks«, »Criminal Records Search«, »Investigate«, »Locate Anyone«, »People Search« and »Investigator« anbietet.

Solche Informationen seien privat und würden falsch genutzt zu Rufschädigung führen. Die FTC warnt die App-Produzenten, ihre Kunden könnten die durch die Software ermittelten Daten missbrauchen. Sie müssten damit als »Informationsagentur« ganz klar darüber informieren , dass die Weitergabe dieser Daten an Dritte gegen das Gesetz verstoße.

Wer sich als mögliches Opfer beschweren wolle, könne dies auch online über den »Complaint assistant« der FTC tun.

Das Heranholen entsprechender Daten aus verschiedenen öffentlichen Informations-Pools ist in den USA immer noch nicht strafbar – nur deren missbräuchliche Nutzung fällt dort unter Datenschutzgesetze. Die Apps zum Beschnüffeln von US-Bürgern sind daher noch immer erhältlich.