Deutsche Bank macht Norisbank zum reinen Internet-Institut

Elektronisches BezahlenMarketing

Und noch ein Onlinebanking-Angebot, das die Filialbanken zum Auslaufmodell macht: Mit wenig Personal und viel Automation sollen Sparkonten, Baukredite und andere Privatkundenangebote offeriert werden.

Die Filialen der Deutsche-Bank-Tochter Norisbank sollen aufgelöst werden, die Mitarbeiter zur Postbank wechseln, berichtet die Financial Times Deutschland »aus Konzernkreisen der Deutschen Bank«.

Die Norisbank solle nur noch als Direktbank im Internet auftreten, heißt es, die bundesweit 100 Filialen aufgelöst werden. Damit betritt die Deutsche Bank erneut den Pfad, den sie einst mit der Bank24 als eine der ersten Internet-Banken Deutschlands betreten hatte. Die Norisbank, entstanden aus Kreditangeboten der Karstadt-Gruppe und zuletzt im Besitz der DZ Bank, wechselte im August 2006 zur Deutschen Bank.

Die Postbank, seit 2011 ebenfalls im Besitz der Deutschen Bank, soll zügig das Privatkundengeschäft der Frankfurter Banker übernehmen – das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Norisbank ist aber gegen die Postbank ein kleines Licht: 650.000 Kunden der kleinen Bank stehen den 14 Millionen Kunden der Postbank gegenüber. Die Financial Times kommentiert lakonisch: »Für Beobachter war absehbar, dass die Norisbank als Filialbank keine Zukunft hat. «

Die Internet-Geschicke der Deutschen Bank werden übrigens bereits von der Postbank geleitet, die bereits in Monopolzeiten als »Deutsche Post« das erste Onlinebanking Deutschlands per BTX angeboten hatte. Es ist davon auszugehen, dass auch die Online-Aktivitäten der Norisbank künftig von der Postbank geleitet werden.

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