Neue Payment-Anbieter wollen ein Stück vom mobilen Kuchen

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Gleichzeitig beginnen die Anbieter »Mopay« und »YESpay«, mit digitalen Payment-Wallets den Markt zu stürmen. Teils mit und teils ohne NFC-Nahfunkübertragung widmen sich beide auch der Grauzone zwischen virtuellen Währungen sozialer Dienste und Bezahlungen im realen Leben.

Die britische YESpay International, die sich bislang vor allem um Zahlungssysteme für den Handel kümmerte, hat nun mit »YESWallet.com« ein Unternehmen gegründet, das sich vor allem der Bezahlung mit mobilen Geräten widmet.

Ähnlich wie bei Google Wallet und anderen bisherigen Anbietern (Überblick zum Thema hier) nimmt hier das Smartphone über NFC-Technik (Near Field Communications) eine sichere Verbindung mit dem Sales-Terminal auf und übernimmt die Bezahlung mit dem digitalen Geldbeutel. Das, so die Mitteilung des Neueintritts in den Mobilzahlmarkt, könne sowohl im Prepaid-Modus als auch mit anschließender Rechnung oder direkter Abbuchung geschehen.

Auf seiner Website erklärt Yes, auch Shops mit »echter« Bezahlung in Facebook-Applikationen integrieren zu können. Der »social commerce« ergänzt lediglich ein Gesamtzahlungs-Paket mit Cloud-Service-betriebenem Shop.

Neu gemeldet hat sich nun auch die Firma mopay, die heute ihre strategische Partnerschaft mit dem lateinamerikanischen Unternehmen »pamentez« verkündet. Auch diese beiden Partner stürzen sich auf den Handy-Bezahlmarkt. Paymentez arbeitet bislang als Dienstleister, der virtuelle Geschäfte auch in reeles Geld verwandelt und Bezahlungen über eine eigene virtuelle Währung für soziale Websites übernimmt. Das Unternehmen übernehme mehr als 650 Transaktionen pro Sekunde im südamerikanischen Raum. Erst einmal werde der Bezahldienst so erweitert, dass eine Abrechnung der virtuellen Transaktionen im sozialen Raum auch per Handyrechnung möglich ist.

Später soll das Bezahlnetzwerk auch auf Mobilfunk und realen Handel ausgeweitet werden – zunächst per SMS und TAN. Ob und wann schließlich NFC-Payment hinzugefügt wird, lässt der Anbieter in seiner Meldung noch offen.

Vorsicht ist allerdings bei allen neuen Haien im Haifischbecken des Bezahlmarktes geboten – unter dem Begriff »mopay« findens ich im Internet bereits Warnungen vor angeblicher Abzocke. Vor dem Abschluss entsprechender Verträge sollte also immer das Kleingedruckte gelesen werden.

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