Importzoll für Displays: China verteidigt seine LCD-Produktion

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Die Koreaner übernehmen langsam den kompletten Markt für LCD-Displays. Das gefällt den Chinesen keineswegs – und so schützen sie ihre heimische Industrie durch Erhöhung der Importzölle für diese Technik.

Drei bis fünf Prozent höhere Zölle für den Import von LCD-Displays wolle die Volkrepublik China ab Mitte 2012 verlangen, verlautbart das asiatische Branchenmitteilungs-Web Digitimes. Deren Gründer Colley Hwang aus Taiwan ist zugleich auch Berater für die festlandschinesische Technologiepolitik und schon aus diesem Grunde gut informiert.

Da sicher Verschwiegenheitsvereinbarungen unterschrieben wurden, bezeichnet die Digitimes ihr Know-how lediglich als »Spekulation« der taiwanischen LCD-Panel-Produzenten. Diese jedoch hätten bislang noch keine offizielle Informationen und erwarteten erst im Mai eine amtliche Aussage aus dem Reich der Mitte.

Die Importzölle sollen die Entwicklung  der heimischen LCD-Entwicklung vorantreiben. Davon, so Digitimes, würden vor allem die chinesischen Firmen »BOE Technology« und »China Star Optoelectronics Technology»«  profitieren. Die höheren Importzölle einzuführen mache vor allem dann Sinn, wenn die geplanten zwei großen neuen chinesischen LCD-Produktionsstandorte etabliert seien.

Ob man gegen den koreanischen Bildschirmgiganten Samsung noch ankommen kann, ist dennoch zu bezweifeln – er hatte es bereits geschafft, japanische Hersteller wie Sony aus dem Geschäft mit den Displays zu verdrängen und Sharp zum kleinen Licht zu degradieren.

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