Amazon gründet »physikalische« Läden – vielleicht

E-CommerceMarketing

Ganz nach dem Vorbild Apples mit seinen erfolgreichen Apple-Stores öffne Amazon nun seine eigenen Läden, um seine Produkte wie das Amazon Kindle in der (Nicht-Online)-Realität demonstrieren und verkaufen zu können.

Amazon ist in der Internet-Welt längst das, was in der realen Welt Kaufhäuser wie Kaufhof und Karstadt in Deutschland oder Dixons in England waren. Nun dreht der Internet-Multi offenbar den Spieß um und will auch die »reale« Einkaufswelt erobern.

Reuters berichtet, der Internet-Riese würde seine »Zehen in die physikalische Welt« setzen. Die direkte Interaktion mit den Shoppern könne Amazon sogar helfen,  schreibt Reuters-Autor Alistair Barr.

Mit realen Shops habe der Online-Versender schon seit Übernahme des Onlinehändlers Quidsi Erfahrung – dieser habe in New York einen Parfümladen betrieben. Amazon wolle nun in den kommenden Monaten in seiner Heimatstadt Seattle einen Laden zur Präsentation seiner Waren gründen, berichtete nun auch das Blog »Good-E-Reader«. Man habe tatsächlich aus unternehmensnahen Kreisen von der geplanten Öffnung eines solchen Amazon-Shops gehört.

Und schon auf einer Investorenkonferenz Ende vergangenen Jahres sei darüber gesprochen worden, dass Amazon einen eigenen Retail-Shop eröffnen wolle, erinnert sich Reuters. Nun habe auch noch Finanzanalyst Jim Friedland von Cowen&Co in einer Mitteilung an seine Kunden geschrieben, dass ein Amazon-Outlet testen könne, ob sich Geräte auf diese Weise schneller verkaufen und damit einen schnelleren Return on Investment herbeiführen könnten.

Das sei nicht möglich, zitiert Reuters weitere Analysten, die anderer Meinung sind – auch ein Gemüseladen in Seattle, den Amazon vor fünf Jahren übernommen und zu »Amazon Fresh« umbennnt hatte, bringe noch immer keine attraktiven Erträge ein.

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