Computer werden ab Ende März teurer

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Weltweit steigende Kupferpreise und höhere Arbeitskosten in China steigern die Preise der Mainboards für PCs, Notebooks und Tablets bis Ende des ersten Quartals 2012 um rund zehn Prozent, erwarten die asiatischen Hersteller.

Wieder einmal hat das Branchen-Mitteilungs-Web Digitimes die Sorgen und Nöte der Produzenten aufgenommen und eine Warnung daraus gestrickt: Die Motherboard-Preise würden noch in diesem Quartal um bis zu 10 Prozent in die Höhe springen. Insbesondere die Mainboardhersteller Asustek und Gigabyte würden ihre Angebote teurer machen.

Schon 2011 seien die Kosten für Mainboards um 5 his 10 Prozent gestiegen, um die erhöhten Materialkosten und den Mangel an preiswerten Arbeitskräften auszugeichen – die Komponenten seien zudem durch das japanische Erdbeben im März  teurer geworden, zitiert Digitimes wieder einmal seine »Quellen«.

Der Service recherchierte die Preisänderungen bei verschiedEnen Einflussfaktoren und erkannte: Die metrische Tonne Kupfer koste nun 8600 US-Dollars statt wie vergangenes Jahr noch 8000 Dollars und der monatliche Mindestlohn eines Arbeiters in Peking sei innerhalb eines Jahres um 8,62 Prozent von 1160 chinesischen Yuan Renminbi auf 1260 gestiegen – in Shanghai habe es sogar Gehaltserhöhungen von 14,28 Prozent und in Shenzen (neben Hongkong) von 14,63 Prozent gegeben.

Trotz der höheren Preise erwarteten Asustek und Gigabyte 10 beziehungsweise 20 Prozent mehr verkaufte Mainboards als voriges Quartal. Die taiwanischen Hersteller scheinen der Entwicklung im PC-Bereich zuversichtlich gegenüberzustehen. Wenn allerdings die Preise nicht durch andere Komponenten wiedergutgemacht werden, könnten Rechner teurer werden und die Nachfrage nach ihnen unter die – guten Erwartungen der Produzenten – sinken.

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