Facebook meldet nur fünf Milliarden Dollar bei der Börse an

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Die Branche bewertet den Börsen-Neuling auf 100 Milliarden US-Dollars – das erste »Filing« über 5 Milliarden könnte ein erster Test sein – oder nur ein Platzhalter, um daran die Kosten des »echten« IPOs zu berechnen. Der Anteil des Gründers Mark Zuckerberg mache diesen auf einen Schlag zum Milliardär. Oracle-Gründer Larry Ellison hatte dazu 35 Jahre gebraucht.

In der womöglich ersten Tranche seines geplanten Börsenganges wolle Facebook erst einmal 5 Milliarden Dollars einnehmen, stehe in dem jetzt bearbeiteten Antrag an die Börsenaufsicht SEC: Dies berichtet Bloomberg.

Gestern sei das Finanzhaus Morgan Stanley mit dem IPO beauftragt worden. Unter dem Kürzel FB sollen die Wertpapiere dann entweder an der Technikbörse NASDAQ oder an der NYSE (New York Stock Exchange) gehandelt werden. Insgesamt werde der Wert von Facebook auf 75 bis 100 Milliarden Dollars eingeschätzt.

Das sei gar nicht so weit hergeholt, meint Investment-Spezialist Jeffrey Sica, der mit seiner »Wealth Management «-Firma auf über eine Milliarde US-Dollars aufpassen muss.  Facebook habe seiner Meinung nach »viele Kanäle, um neuen Umsatz zu generieren«. Das zeigt auch Facebooks Jahresumsatz: diesen konnte das soziale Netzwerk in nur 4 Jahren auf 3,71 Milliarden US-Dollars vervierundzwanzigfachen.

Die 5 Millarden, die Facebook in seiner Börsenmeldung angegeben habe, seien nur in Platzhalter, um daran Gebühren und andere Ausgaben berechnen zu können, meint Bloomberg – ein echter Börsengang, der wirklich 100 Miliarden US-Dollars einspielen könnte, würde das soziale Netz doppelt so hoch bewerten wie Google. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg habe dann genauso viel Kapital wie Larry Ellison – der Oracle vor 35 Jahren gegründet hatte.

(Bildquelle: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0)

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